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Mehrwertdienste (VAS) in der Telekommunikation: ISP-Leitfaden

Was ein Mehrwertdienst ist, wie er in einem Internettarif auftaucht, die häufigsten Arten und wo Spiele dazugehören.

Polarzinho, der Panda von Polar Games, öffnet auf dem Schreibtisch eines Internetanbieters ein Geschenkpaket; neben einem Glasfaserrouter fliegen Symbole für Video, Buch, Musik, Sicherheit und Spiele (Karten, ein Brettspiel, ein Fußball) heraus.

VAS steht für Value-Added Service, auf Deutsch Mehrwertdienst. Gemeint ist ein Dienst, der mit dem Anschluss geliefert wird, ohne Teil davon zu sein: eine Streaming-App, ein E-Book-Abo, ein Virenschutz, ein Kurs oder ein Spiel, das der Internetanbieter (ISP) in den Tarif aufnimmt. In Brasilien heißt er SVA (Serviço de Valor Adicionado).

In Brasilien stammt die Definition aus dem allgemeinen Telekommunikationsgesetz (Gesetz Nr. 9.472/1997, Art. 61), das den SVA vom Telekommunikationsdienst trennt, auf dem er aufsetzt. In der Praxis ist ein Mehrwertdienst für einen ISP eine Möglichkeit, mehr als nur Geschwindigkeit zu liefern.

Dieser Leitfaden erklärt den Begriff, den Unterschied zwischen Mehrwertdienst, Telekommunikationsdienst und Internetlizenz, die Arten von Mehrwertdiensten, die ISPs am häufigsten nutzen, und wie man einen Spiele-Mehrwertdienst bewertet.

Der Mehrwertdienst in einem Satz

Ein Mehrwertdienst ist alles, was ein ISP zusammen mit dem Internetzugang anbietet und was nicht selbst der Internetzugang ist. Die Verbindung ist der Telekommunikationsdienst; die Video-App, der Kurs oder das Spiel, das mit dem Tarif kommt, ist der Mehrwertdienst.

Mehrwertdienst und Telekommunikationsdienst: der Unterschied

Internetzugang bereitzustellen ist ein Telekommunikationsdienst und hängt in der Regel von einer Lizenz oder Genehmigung der Regulierungsbehörde ab. In Brasilien ist diese Lizenz die SCM (Serviço de Comunicação Multimídia), die die Behörde Anatel an Anbieter von Festnetz-Internet vergibt, während der SVA gesondert im Gesetz Nr. 9.472/1997, Art. 61, definiert ist. Der Mehrwertdienst setzt darauf auf: Inhalte und Werkzeuge, die die Verbindung nutzen, aber nicht die Verbindung sind.

Diese Trennung wirkt sich darauf aus, wie jeder Teil des Tarifs auf Rechnungen behandelt wird, und sie ist einer der Gründe, warum so viele Tarife einen Mehrwertdienst enthalten. Die steuerliche Behandlung hängt vom Einzelfall und vom Land ab, und in Brasilien kann die Steuerreform das Bild verändern. Sprechen Sie mit Ihrer Steuerberatung, bevor Sie ein Paket schnüren.

Die häufigsten Mehrwertdienste von ISPs

  • Video und TV: Apps für Filme, Serien und Sender.
  • Musik und Audio: Musikstreaming, Radio und Hörbücher.
  • Lesen: E-Books, Zeitschriften und Zeitungen.
  • Bildung: Sprachkurse, Kurzkurse und Nachhilfe.
  • Sicherheit und Werkzeuge: Virenschutz, Cloud-Backup und verwaltetes WLAN.
  • Gesundheit und Wohlbefinden: Telemedizin und Workouts.
  • Für Gamer: Software, die das Verbindungsrouting in Online-Spielen verbessert.
  • Spiele: Spieleportale und Apps, auf denen Kunden spielen können.

Jede Art spricht ein bestimmtes Publikum an. Video und Musik gefallen fast allen; Bildung und Lesen ziehen Familien an; Gamer-Werkzeuge erreichen eine kleinere Gruppe. Casual Games liegen dazwischen: Sie sind leicht zu verstehen und passen zu vielen Altersgruppen.

Warum ISPs Mehrwertdienste anbieten

  • Um sich abzuheben, wenn alle dieselbe Geschwindigkeit verkaufen.
  • Um Kunden einen Grund zum Bleiben zu geben, der über den Preis hinausgeht.
  • Um den wahrgenommenen Wert und den durchschnittlichen Umsatz pro Tarif zu steigern.
  • Um das ganze Jahr über Themen für Marketingkampagnen zu haben.

Ein Mehrwertdienst erfüllt diese Aufgaben nur, wenn die Kunden ihn nutzen. Eine App, die niemand öffnet, hält keine Kunden. Die Auswahl sollte deshalb beim Publikum in Ihrem Kundenstamm beginnen.

Spiele als Mehrwertdienst: drei Modelle

Bei Spielen stoßen ISPs meist auf drei Modelle mit sehr unterschiedlichen Kosten und Anforderungen:

Cloud-Gaming

Das Spiel läuft auf einem Server und erreicht den Spieler als Video. Das ermöglicht große Spiele, erfordert aber schnelles, stabiles Internet und wird meist als Monatsabo verkauft. Bei großen Betreibern in Brasilien berichtete die Fachpresse von Preisen zwischen 20 und 40 R$ pro Monat für den Kunden.

Portal mit Gebühr pro Kunde

Ein Anbieter liefert ein fertiges Portal und berechnet jeden Monat eine Gebühr pro Kunde. Der Start geht schnell, aber die Kosten wachsen mit Ihrem Kundenstamm, und die Inhalte gehören dem Anbieter.

Eigene lizenzierte Spiele

Der ISP kauft HTML5-Spiele mit unbefristeter Lizenz, hostet sie auf eigenen Servern und bindet sie in seine App oder sein Kundenportal ein. Er zahlt einmal pro Spiel, kann seine eigene Marke verwenden und ist nicht auf hohe Bandbreite angewiesen, weil das Spiel im Browser des Geräts läuft.

So wählen Sie einen Spiele-Mehrwertdienst

  1. Wer Ihre Kunden sind: Familien, junge Leute, Unternehmen? Wählen Sie Spiele, die Ihr Kundenstamm kennt.
  2. Welches Gerät sie nutzen: ein einfaches Smartphone, einen Computer oder einen Fernseher? Bevorzugen Sie Spiele, die auf allen laufen.
  3. Welche Verbindung sie haben: Ist ein Teil Ihrer Kunden in Basistarifen oder ländlichen Netzen, meiden Sie Modelle, die hohe Bandbreite voraussetzen.
  4. Wie sich die Kosten mit wachsendem Kundenstamm entwickeln: pro Kunde oder pro Lizenz.
  5. Wer Marke und Zugang kontrolliert: Ihre App oder die App des Anbieters.
  6. Daten und Datenschutz: Erhebt das Spiel Daten oder zeigt es Ihren Kunden Werbung?
  7. Support und Updates: was enthalten ist und wie lange.

So funktioniert der Spiele-Mehrwertdienst von Polar Games für ISPs

Häufige Fragen

Ist ein Mehrwertdienst in einem Internettarif Pflicht?

Nein. Es ist eine geschäftliche Entscheidung des ISP. Er kann im Tarif enthalten sein oder als Zusatzoption verkauft werden.

Kann ein Spiel ein Mehrwertdienst sein?

Ja. Spiele gehören zu den Diensten, die ein ISP zusammen mit dem Internetzugang anbieten kann, ob über das Portal eines Drittanbieters, über Cloud-Gaming oder mit eigenen Spielen, die er selbst hostet.

Senkt ein Mehrwertdienst die Steuern?

In Brasilien wird der SVA anders behandelt als der Telekommunikationsdienst, doch die Wirkung hängt vom Steuerregime des jeweiligen Unternehmens ab und kann sich mit der Steuerreform ändern. Anderswo hängen die Regeln vom Land ab. Beantworten kann das für Ihren Fall Ihre Steuerberatung.